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Aufnahme

Ein Anspruch auf sonderpädagogische Förderung kommt nach § 49 Abs. 2 und § 54 Abs. 2 des HSchG in Betracht, wenn aufgrund der umfassenden und lang andauernden Beeinträchtigung des Kindes oder der/des Jugendlichen davon auszugehen ist, dass ohne die Erfüllung dieses Anspruchs die Schulleistungen in dem besuchten Bildungsgang oder das Arbeits- und Sozialverhalten erheblich gefährdet sind und die Maßnahmen der sonderpädagogischen Beratung und Förderung nach § 3 und §4 HschG nicht ausreichen. 

Es gibt zwei Möglichkeiten der Aufnahme in eine unserer vier Klassen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung: 
  • Eltern/Erziehungsberechtigte stellen einen Antrag auf Aufnahme in die Brückenschule oder 
  • der Förderausschuss beschließt die Aufnahme. 

Die Aufnahme in unsere Klassen mit dem Förderschwerpunkt kranke Schülerinnen und Schüler erfolgt nach Empfehlung eines Facharztes. 

Nach § 17 VOSB entscheidet prinzipiell die Schulleiterin oder der Schulleiter der Förderschule über die Aufnahme sowie über Art, Umfang und Organisation der sonderpädagogischen Förderung auf der Grundlage einer förderdiagnostischen Stellungnahme nach § 9 Abs. 2 (2). Die Schulleiterin oder der Schulleiter der gewünschten Förderschule lehnt die Aufnahme ab, wenn die Art des Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung nicht dem Förderschwerpunkt oder den Förderschwerpunkten der gewünschten Förderschule entspricht. 

Es besteht die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler entweder nach dem Besuch des Kindergartens oder nach dem Besuch einer Vorklasse direkt in die Brückenschule aufgenommen werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, innerhalb der Grundschulzeit in die Brückenschule zu wechseln. Die Aufnahmen in eine der vier Klassen mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung sind zum jweils
  • 1. August
  • 1. Februar
  • 1. Mai 
möglich. 

Voraussetzung: Es muss seitens der Eltern der Antrag auf Hilfe zur Erziehung nach §29 SGB VIII beim Jugendamt eingegangen sein. 


Aufnahmeentscheidung: Über die Aufnahme der Schülerinnen und Schüler entscheidet das Planungsteam. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern des Staatlichen Schulamts, des Jugendamts, der Bereichsleitung der Tagesorientierten Sozialen Gruppenarbeit und der Schulleitung der Brückenschule zusammen. Es trifft sich im Abstand von ca. 12 Wochen. Über den Zeitpunkt der Aufnahme und die Klassenzuteilung entscheidet das Leitungsteam der Schule und richtet sich nach einem „freien“ Schulplatz in der entsprechenden Lerngruppe. 
Sollte nicht unmittelbar ein freier Schulplatz zur Verfügung stehen, wird die Schülerin/der Schüler auf eine Warteliste gesetzt. Bis dahin muss die Schülerin/der Schüler in der Stammschule unterrichtet werden. 

Die Zustimmung der Eltern für diese Gesamtmaßnahme (Beschulung und Tagesorientierte Soziale Gruppenarbeit) ist Voraussetzung für eine Aufnahme, da das Gelingen entscheidend von der Mitarbeit der Eltern abhängig ist. Das Aufnahmegespräch findet mit den Eltern/Erziehungsberechtigten, der/dem aufzunehmenden Schülerin/Schüler, einem Schulleitungsmitglied, der Bereichsleitung der Tagesorientierten Sozialen Gruppenarbeit, der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer und der Bezugsbetreuerin/dem Bezugsbetreuer statt. Das Gespräch dient dem Kennenlernen und dem Abklären von organisatorischen Regularien.